Wir haben richtig gezielte, richtig gespeiste Dome gesehen, die noch vom Café aus erreichbar waren. Das Bild war scharf. Das Konto hieß noch admin. Das ist kein Optikfehler. Das ist eine offengelassene Tür.
Die Bosch-Kameras im Sortiment tragen ein TPM oder ein Secure Element. Das entschuldigt kein Werkspasswort. Den Stream schließen ist kein Abzeichen auf dem Datenblatt. Es ist eine Geste bei der Inbetriebnahme — getrenntes Konto, TLS, kein UPnP ins Internet, nur signierte Firmware — und dann eine Gewohnheit.
Das erste Konto ist kein Detail
Wir ändern das Passwort, bevor wir schrauben. Nicht danach, nicht «machen wir montags». Ein getrenntes, nominelles Konto, sobald es ein gewerblicher Standort ist: der Geschäftsführer, der Sicherheitsverantwortliche — kein geteiltes «admin» auf einem Zettel in der Kassenschublade.
Dasselbe Passwort wie das Laden-WLAN ist kein Passwort. Eine Werkskennung, die stehen bleibt, auch nicht. Die DSGVO-Notiz spricht von berechtigten Zugängen und Einsichtsprotokoll. Hier geht es um die technische Sperre: wenn alle mit demselben Konto eintreten, sagt das Protokoll nichts mehr.
Live auf dem Telefon ist nicht verboten. Es erlaubt kein einziges Konto «fürs ganze Haus» und nicht, aus der Ferne die Arbeitsqualität zu managen. Verschlüsselung, getrenntes Konto, kein geteilter Link: das kreuzen wir mit dem Rahmen, nicht mit der Bequemlichkeit am Montagmorgen.
Was das TPM tut — und was nicht
Das TPM — und das Secure Element an der FLEXIDOME 8100i X — hält Zertifikate und Schlüssel in einem Chip, nicht in einer Datei, die man kopiert. Authentifizierte Firmware: die Kamera lehnt ein Bild ab, das nicht vom Hersteller signiert ist. Das ist nützlich. Das ist keine magische Firewall.
Die DINION 3100i IR dokumentiert das: TPM, authentifizierte Firmware. Die 8100i X addiert Secure Element + TPM, TLS 1.2/1.3 und eine Login-Firewall. Der Rest des Sortiments ist nicht «ohne Sicherheit»: er hat nur nicht denselben Satz auf dem Datenblatt. In allen Fällen ersetzt der Chip das Netz nicht.
Kein Loch ins Netz
UPnP, Portweiterleitung «um vom Telefon zu schauen», Kamera auf der öffentlichen Adresse des Ladens: das unterschreiben wir nicht. Eine IP-Kamera hat nichts als Server im Internet verloren. Der Stream dient dem Sicherheitsarchiv, nicht der ganzen Welt.
Fernzugang gibt es. Er läuft über ein Relais, das Sie gewählt haben, oder über ein VPN — nicht durch ein Loch in der Box. Wir dokumentieren hier nicht, wie man einen Port öffnet. Wir dokumentieren, dass wir uns weigern, es zu tun.
Der Kamerastream lebt in einem eigenen LAN oder zumindest einem VLAN — nicht auf demselben Band wie Kassen und Gäste-WLAN. Zu wissen, welcher Port welche Kamera speist, heißt auch, sie isolieren zu können. Die Notiz zum PoE sagt es schon: ein Band «POE ???» in einem Schrank ist das Zeichen, dass man gesteckt hat, ohne zu rechnen und ohne schließen zu können.
TLS und die Login-Firewall
Die Administrationsoberfläche im Klartext ist ein Stream, den man im Kabel lesen kann. TLS 1.2/1.3 ist das dokumentierte Minimum an der X-Serie; wir wenden es überall an, wo die Kamera es anbietet. HTTPS, Zertifikat, keine Login-Seite, die dem ganzen LAN offensteht, «weil es einfacher ist».
Die Login-Firewall der 8100i X begrenzt Versuche. Sie entbindet nicht von einem echten Passwort. Sie verlangsamt den, der tippt. Sie schließt keinen Port, den man selbst geöffnet hat.
Signierte Firmware, und aktuell
Nur signierte Firmware. Keine Datei, die man «gefunden hat, die eine Option freischaltet». Kein Image einer anderen Serie, geklebt, weil die Nummer ähnlich sieht. Die Kamera authentifiziert; man verlangt nicht, dass sie so tut.
Zwei Jahre auf der Werksversion zu bleiben ist keine Vorsicht. Herstellerupdates schließen Lücken; wir setzen sie, wenn sie signiert sind, nicht wenn zwischen zwei Besuchen zehn Minuten bleiben. Wir notieren die Version bei der Inbetriebnahme. Wir sehen sie wieder.
Die Karte ist nicht das Archiv
Eine microSD ist kein Tresor. Sie überlebt einen Diebstahl des Dome schlecht — genau den Moment, in dem man das Archiv wollte. Ein Stoß, Feuchtigkeit, ein zu schnelles Formatieren: das ist keine Platte, das ist eine Reserve.
Das Hauptarchiv bleibt der NVR oder die Cloud, die Sie gewählt haben — außerhalb dieser Seiten. ML Fotos verkauft den Sensor, nicht den Rekorder. Wer die NVR-Schlüssel hat, wer das Cloud-Konto hat, wie lange die Bilder bleiben: das trifft die DSGVO-Dauer, nicht das Terabyte der Karte. Wir sagen das, bevor wir gehen, nicht in einer Mail drei Monate später.
Die unerwarteten Aufnahmen haben nur Wert, wenn das Archiv am nächsten Tag noch da ist — und wenn niemand anderes es dazwischen lesen konnte.
Schließen ist eine Geste beim Setzen
Wir verkaufen keine Kamera «schon geschlossen». Wir verkaufen sechs Bosch-Modelle und weigern uns, sie offen zu lassen. Das Angebot kann das erinnern; die Geste geschieht auf der Werkbank, dann im Schrank.
- Konto — Werkspasswort geändert, getrennte Kennung, nominell an einem gewerblichen Standort.
- Netz — kein UPnP, keine Weiterleitung ins Internet, VLAN oder Kamera-LAN.
- Transit — TLS überall, wo das Datenblatt es erlaubt; Login-Firewall an der 8100i X.
- Software-Image — nur signierte Firmware, Version notiert, Updates verfolgt.
- Archiv — NVR oder Cloud des Kunden; die microSD ist nicht Plan A.
- Wer schaut — Berechtigte, Protokoll, gekreuzt mit dem DSGVO-Rahmen.
Den Stream schließen ist dasselbe Handwerk wie das Rechteck zu zielen: eine Geste beim Setzen, kein Absatz unten auf dem Datenblatt. Die Methode startet beim Feld; sie hört nicht auf, wenn das Bild ankommt.